Felicitas Hoppe

 21. December 2009

im Gespräch über Inspirationstourismus, ermüdende Landschaftsbeschreibungen und die Welt als Selbstbedienungsladen

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Photo © Sven Paustian

Frau Hoppe, brauchen Sie Orte, um erzählen zu können?

Ja, ich brauche Orte, allerdings nicht unbedingt, um über sie zu schreiben. Noch mehr brauche ich die Bewegung von Ort zu Ort. Das Unterwegssein ist der Motor und das, was das Schreiben trägt.

In Ihrem gerade erschienenen Buch Der beste Platz der Welt finden Sie laut Klappentext einen Sehnsuchtsort im schweizer Wallis. Was macht denn einen Sehnsuchtsort im Allgemeinen aus?
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Judith Schalansky

 9. November 2009

im Gespräch über Inseln als Orte der Einsamkeit

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Frau Schalansky, Sie haben einen Atlas mit Geschichten abgelegener Inseln herausgebracht. Haben Sie ein besonderes Verhältnis zur Einsamkeit?

Das habe ich mich während der Arbeit an dem Buch auch gefragt. Als Kind bin ich oft allein über die Felder gestreunt, und habe nach der perfekten Baumgruppe Ausschau gehalten. Das waren mein Meer und meine Inseln. Ich glaube, jeder, der schreibt, kennt die Einsamkeit. Es ist nicht unbedingt eine gesellige Angelegenheit. Um dennoch unter Menschen zu kommen, arbeite ich vor allem in der Bibliothek.

Haben Sie vielleicht eine Idee davon, was Einsamkeit mit uns macht?
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Michael Weins

 12. May 2009

im Gespräch über Transitzonen, öffnende Blicke und die Sehnsucht am Meer

mweins_w3.jpg Photo © Stefan Volk

Herr Weins, welche Orte und Landschaften spielen in Ihren Romanen eine Rolle?

Mich faszinieren vor allem Landschaften, die ich gut kenne. Im Grunde genommen suche ich das Fremde im Vertrauten. Meine Figuren teilen mein Erstaunen über das Fremde, das sich im Vertrauten nicht nur auf der geographischen, sondern auch auf einer psychographischen Landkarte immer wieder blitzartig auftun kann.

Sie sagen, Sie suchen das Fremde im Vertrauten. Wie machen Sie das?
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